Betriebliche Altersvorsorge – eine Notwendigkeit in Österreich

Aktuelle Daten der Statistik Austria und der Sozialversicherung zeigen deutlich, dass private und betriebliche Altersvorsorge zur Ergänzung der gesetzlichen Alterspension immer notwendiger werden, insbesondere auch für Frauen.

Frauen sind bedeutend öfter von Pensionsarmut betroffen als Männer.

Da die Pensionshöhe vom beitragspflichtigen Einkommen (Bemessungsgrundlage) und von der Versicherungsdauer abhängig ist, liegen die Pensionshöhen der Frauen deutlich unter jenen der Männer. Männer haben in der Pension um 60% mehr Geld zur Verfügung. Verantwortlich sind im Schnitt niedrigere Erwerbseinkommen und Lücken in den Versicherungsverläufen (z.B. durch Kindererziehung).

 Durchschnittspensionen nach dem Geschlecht

Höhe der Durchschnittspensionen in der Pensionsversicherung

Tabelle 1

Die Höhe der gesetzlichen Pension wird für die meisten Österreicher nicht ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard aufrecht zu erhalten.

Die durchschnittliche Alterspension beträgt brutto 1.322 Euro monatlich; bei den unselbständig Erwerbstätigen 1.369 Euro, bei den selbständig Erwerbstätigen 1.106 Euro. Siehe Tabelle 1

 

 

Tabelle 2

Tabelle 2

 

Größere Unterschiede gibt es zwischen Arbeitern, Angestellten, Eisenbahnern und Versicherten im Bergbau. Siehe Tabelle 2

 

 

 

Tabelle 3

Tabelle 3

Die demographische Entwicklung in Österreich weist eine ständig steigende Lebenserwartung und sinkende Geburtenrate auf, die immer weniger junge Menschen ins Erwerbsleben einsteigen lässt.

Dies führt zu einem problematischen Verhältnis zwischen versicherten Personen, die mit ihren Beiträgen die heutigen Pensionen bezahlen müssen und Beziehern von Pensionen. Siehe Tabelle 3

 

Eine zusätzliche Belastung für das Pensionssystem stellt die Tatsche dar, dass trotz des gesetzlichen Pensionsalters von 65 Jahren, Männer bereits durchschnittlich mit 59,4 Jahren in Pension gehen (durch vorzeitige Alterspensionen und Invaliditätspensionen). Bei Frauen liegt der Durchschnitt bei 57,4 Jahren.

Durchschnittsalter der Pensionsneuzugänge 2012

 

Die Überprüfung von Pensionszusagen 2014Neuer Folder für Wirtschaftstreuhänder

Die Überprüfung von bestehenden Pensionszusagen bleibt ein brennendes Thema. Schützen Sie Ihre Klienten vor Problemen bei Finanzprüfungen oder den schwerwiegenden Folgen von unkalkulierten Deckungslücken.

In unserem neuen Folder  Die Überprüfung von Pensionszusagen 2014 finden Sie unser Dienstleistungsangebot für Wirtschaftstreuhänder.

 

Auch für 2014 konnten wir mit den größten Versicherungsunternehmen spezielle Tarife, Sonderkonditionen und Erweiterungsklauseln ausverhandeln, die Ihnen und Ihren Klienten helfen, bei Rückdeckungsversicherungen Kosten zu sparen und mehr Flexibilität bei zukünftigen Änderungen zu gewinnen.  Lesen Sie hier mehr

 

Quellenangaben:
Tabelle „Durchschnittspensionen nach dem Geschlecht“ und „Durchschnittsalter der Pensionsneuzugänge“ aus Folder „Die österreichische Sozialversicherung in Zahlen“, herausgegeben vom Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, August 2013
Tabelle 1 bis 3 aus „Statistische Daten aus der Sozialversicherung“ Monatsbericht, Dezember 2013


BAV als Instrument der modernen Personalpolitik

In regelmäßigen und immer kürzer werdenden Abständen steht das österreichische Pensionssystem im Mittelpunkt zahlreicher Diskussionen. 8 Pensionsreformen seit dem Jahr 1987 lassen den akuten Bedarf, sich intensiver und breitflächiger mit dieser Materie zu befassen, deutlich erkennen.

Aufgrund der demografischen Entwicklung in den meisten europäischen Ländern, die geprägt ist von einer zunehmenden Überalterung der Bevölkerung, stoßen staatliche Pensionssysteme, die auf einem reinen Umlagesystem basieren, immer mehr an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit.

Ergänzende Vorsorgemodelle werden notwendig, um den Lebensstandard nach dem Pensionsantritt weiterhin sichern zu können und in den meisten Staaten ist eine Entwicklung hin zu einem 3 Säulen Modell der Pensionsvorsorge deutlich erkennbar. Die staatliche Vorsorge als solide Basis und erste Säule, die betriebliche Altersvorsorge (BAV) als zweite Säule und die private Vorsorge als dritte Säule zur Stützung des „Pensionsdaches“…..“lesen Sie mehr


Betriebliche Pensionszusagen

Probleme erkennen und Fehler vermeiden

Hohe Kosten, Versicherungslücken, unklare Zuständigkeiten, mangelnde Betreuung: Die Liste der negativen Erfahrungen, die Arbeitgeber mit betrieblichen Pensionszusagen und deren Absicherung durch Rückdeckungsversicherungen machen, ist lang. Durch eine intensive Beschäftigung mit der Materie vor Abschluss von Vorsorgemodellen ließe sich jedoch so mancher Ärger vermeiden…..“lesen Sie mehr


Ungeplante Liquiditätsprobleme

ABFERTIGUNGEN – der steuerliche Umgang mit bestehenden Abfertigungsverpflichtungen – nach wie vor ein aktuelles Thema!

Trotz der Einführung „Abfertigung Neu“ haben sich viele Unternehmer dazu entschlossen, jene Mitarbeiter, die bereits vor dem 1.1.2003 in einem Dienstverhältnis gestanden sind, im alten Abfertigungsrecht zu belassen.

Auch wenn es ein „aussterbendes“ Modell ist, wird uns die Abfertigung Alt noch vier Jahrzehnte begleiten und es befinden sich noch mehrere hunderttausend Arbeitnehmer in diesem System….“lesen Sie mehr


Besteuerung von Pensionsabfindungen nach § 67 Abs. 8 lit. e EStG 1988

Wir erhalten im täglichen Arbeitsablauf immer wieder Fragen zur Besteuerung von Pensionsabfindungen. Aus diesem Grund möchten wir auf eine Entscheidung des VwGH aus dem Jahr 2012 verweisen, die dazu 3 interessante Feststellungen trifft.

VwGH Erkenntnis bringt Antwort auf 3 Fragen zum Thema der Abfindung von Pensionsanwartschaften

Laut § 5 der Satzung der Vorsorgeeinrichtung der Kammer der Wirtschaftstreuhänder kann ein Anwartschaftsberechtigter zugleich mit seinem Antrag auf Zuerkennung der Alterspension einen Antrag auf Teilabfindung stellen, sofern das Guthaben auf seinem Pensionskonto zum Zeitpunkt des Anfalls der Alterspension höher als der gesetzliche Abfindungsgrenzbetrag gemäß § 1 Abs. 2 des Pensionskassengesetzes (derzeit 11.400 Euro) ist. Die Teilabfindung darf höchstens 50% des Guthabens betragen.

Im vorliegenden Fall hat die Abfindung 8.294,82 Euro betragen, das gesamte Guthaben 16.589,83 Euro und der Begünstigte begehrte, dass die Abfindung mit dem Hälftesteuersatz nach § 67 Abs. 8 lit e EStG 1988 zu besteuern sei.

Er begründet dies hauptsächlich damit, dass sein Pensionsanspruch zwar 16.589,83 EUR betragen habe, jedoch aufgrund der statuarischen Regelungen nur eine Abfindung in der Höhe der Hälfte des Pensionsanspruches möglich gewesen wäre. Darin sei die gesamte Pensionsabfindung zu erblicken, weil eine weitere gar nicht möglich gewesen wäre. Der Barwert der Pensionsabfindung betrage somit nur ca. 8.300 EUR und sei begünstigungsfähig.

Der Beschwerdeführer verwies auch zusätzlich auf die Regelung des § 124 b Z 53 EStG 1988, wonach ein Drittel einer Pensionsabfindung steuerfrei zu belassen sei.

Der VwGH (2009/15/0188 vom 24.05.2012) hat hierzu 3 klare Aussagen getroffen, wobei m.E. vor allem die dritte sehr beachtenswert ist:

  1. der in § 67 Abs. 8 lit. e EStG 1988 verwendete Begriff „Barwert“ bezieht sich nicht auf eine (unmittelbar zu leistende) Abfindungszahlung als solche, sondern auf die Pension (Barwert des Pensionsanspruches). Somit steht keine Begünstigung nach § 67 Abs 8 lit e EStG zu weil der Barwert des Anspruches die Grenze von dzt 11.400 Euro übersteigt.
  2. die Regelung des § 124 b Z 53 EStG 1988, wonach ein Drittel einer Pensionsabfindung steuerfrei zu belassen sei stellt darauf ab, dass (insbesondere bei ausländischen Pensionskassen im Hinblick auf die dortige gesetzliche Situation) den Anspruchsberechtigten keine andere Möglichkeit als die Inanspruchnahme der Pensionsabfindung eingeräumt ist. In einer solchen Situation wäre es „unbillig“, Pensionsabfindungen in diesen Fällen zur Gänze tarifmäßig zu versteuern.Im Beschwerdefall hat jedoch ein Zwang zur Pensionsabfindung gerade nicht bestanden, da dem Beschwerdeführer die freie Wahlmöglichkeit zwischen zwei gleichrangig eingeräumten Ansprüchen offen gestanden ist.
  3. Ist bei einer obligatio alternativa (Wahlschuld iSd § 906 ABGB) dem Gläubiger das Wahlrecht eingeräumt, liegt keine „Abfindung“ vor, wenn der Gläubiger seine freie Wahl zwischen den mehreren gleichwertigen (primären, aber alternativen) Ansprüchen trifft. In diesem Sinne hat der Verwaltungsgerichtshof etwa im Erkenntnis vom 16. Dezember 2010, 2007/15/0026, in Bezug auf „Pensionsabfindungen“ nach § 67 Abs. 8 lit. b EStG 1988 idF BGBl. Nr. 660/1989 ausgesprochen, dass die „Abfindung“ eines Anspruches auf rentenmäßige Zahlung nicht vorliegen kann, wenn dem Anwartschaftsberechtigten das freie Wahlrecht zwischen der Rente einerseits und dem Rentenbarwert (als Kapitalanspruch) eingeräumt ist.

BAV darf kein Versicherungsverkauf sein

Betriebliche Altersvorsorge (BAV) in Österreich

Herr Mag. Dr. Ralph Felbinger im Gespräch über die betriebliche Altersvorsorge…… „lesen Sie mehr


Die klassische Rentenversicherung

Die klassische Rentenversicherung trotz den Schwierigkeiten auf den Kapitalmärkten

Im Gegensatz zur Performance der Pensionskassen in den letzten Jahren, konnte die klassische Lebensversicherung mit Sicherheit und einem stabilen Ertrag deutlich über der Inflationsrate punkten.

Im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge (BAV) kommt die klassische Rentenversicherung als Rückdeckung von direkten Leistungszusagen (Pensionszusagen) oder von Abfertigungsverpflichtungen ebenso zum Einsatz, wie bei Modellen der betrieblichen Kollektivversicherung oder der Zukunftssicherung im Rahmen der § 3 ABs 1 Z 15a EStG

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BAV – Eine Notwendigkeit in Österreich!

Betriebliche Altersvorsorge (BAV) – staatliche Altersvorsorge

Ausgangspunkt für alle Betrachtungen zum Thema „betriebliche Altersvorsorge (BAV)“ ist immer die Situation der staatlichen Pensionsversicherung.

Das österreichische Pensionssystem basiert nicht auf einem Kapitaldeckungssystem, bei dem die Beiträge, die man einzahlt, angespart werden und dann bei Pensionsantritt wieder ausgeschüttet werden, sondern auf der Grundlage eines Umlagesystems.

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BAV-Kosten für Versicherungen steigen

Betriebliche Altersvorsorge – Was Arbeitgeber vor dem Jahreswechsel noch beachten sollten

Das österreichische Pensionssystem gelangt aufgrund der demografischen Entwicklungen in absehbarer Zeit an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit. Deshalb werden betriebliche Vorsorgemodelle immer beliebter und entwickeln sich zunehmend zu Instrumentarien, um Mitarbeiter enger an das Unternehmen zu binden oder wichtige Arbeitskräfte am Markt für sich zu gewinnen. Hinter vielen Modellen der betrieblichen Altersvorsorge (BAV) stehen Rentenversicherungen, welche die Beiträge des Arbeitgebers verzinslich ansammeln. Für Ende 2012 sind jedoch Änderungen bei diesen Versicherungen geplant, die zu deutlichen Verteuerungen führen werden…..“lesen Sie mehr


Unisex: Gleiche Beiträge

VORSORGE

Mit der von der EU-Kommission geforderten gleiche Prämien für Männer und Frauen, müssen alle Versicherer neue Tarife auf den Markt bringen.

Gibt es Klienten, die überlegen, eine Pensionszusage nue zu erteilen, ein Modell der Zukunftssicherung (EUR 300,-) bzw. eine betriebliche Kollektivversicherung einzuführen oder eine Rückdeckung/Auslagerung von Abfertigungsverpflichtungen durchzuführen, sollte man aufgrund geplanter Änderungen im Bereich von Rückdeckungs-/Rentenversicherungen möglichst bald aktiv werden. Ebenso bei der Überprüfung von bestehenden Pensionszusagen bzw. der entsprechenden Lücken in der Rückdeckung …….“lesen Sie mehr